Wo ist der „Tote Winkel“ und wie vermeide ich, darin „zu verschwinden“? – Grundschüler lernen bei Meyer logistics GmbH

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Die fünf Schüler/-innen der Gottfried-Kricker-Grundschule aus Anrath waren für diesen Anschauungsunterricht fleißig geradelt: Sie waren mit Lucy Chodysz (stv. Leiterin OGS) per Fahrrad im Rahmen eines OGS-Ferienprojektes nach Schiefbahn zur Spedition Meyer logistics GmbH gekommen. Hier lernten sie, was der „Tote Winkel“ im Sichtfeld eines Lkw-Fahrers für sie als Radfahrer oder Fußgänger bedeutet und wie sie die Gefahren dieser Situation am besten umgehen können. Das Schiefbahner Unternehmen bot zum zweiten Mal diese Unterrichtsmöglichkeit für Kinder an – nach einem Konzept, das Speditionsleiter Stefan Flatters und Kraftverkehrsmeister Markus Sommerfeld entwickelt hatten.

Markus Sommerfeld stattete die jungen Besucher sowie Lucy Chodysz und OGS-Leitung Melanie Bastians zuerst mit Sicherheitswesten aus. Danach erklärte er, warum die modernen Lkw mehrere Zusatzspiegel haben, ältere Modelle hingegen nicht, und warum die Sichtfelder der Lkw-Fahrer dadurch unterschiedlich groß sind.
Diese Folgen konnten die Kinder dann selbst nachvollziehen, indem sie die verschiedenen Sichtfelder über Pylone und Flatterband abgrenzen und ausprobieren konnten, aus welchen Bereichen sie den Fahrer sehen bzw. dann nicht mehr sehen können. „Nur wenn ihr den Fahrer sehen könnt, kann der euch auch sehen“, betonte Sommerfeld. Dann konnten die Kinder in das Fahrer-Häuschen klettern und die Situation aus dem Blickwinkel des Fahrers verstehen lernen. Zum Schluss demonstrierte Sommerfeld, wie sich der 16,5 Meter lange Lkw mit Auflieger verhält, wenn er in eine Rechtskurve fährt – und die Kinder sahen, welche Bereiche der vorher von ihnen abgegrenzten Flächen die Räder schlicht überrollen.

Die Kinder waren sichtlich beeindruckt von dem Gelernten. Zur Vertiefung verteilte Sommerfeld noch an jedes Kind und die Betreuerinnen Info-Material in einer Mappe – so können sie die Lehrstunde später noch nachvollziehen.

„Für uns ist es wichtig, dass wir immer wieder vermitteln, wie die Situation von Fußgängern, Radfahrern und Lkw-Fahrern tatsächlich ist. Über die Aufklärung können wir helfen, Unfälle zu vermeiden“, so Sommerfeld. Er und die Geschäftsführung von Meyer logistics GmbH freuen sich, dass das Interesse der Willicher Schulen an dem Projekt groß ist. Die OGS der Gottfried-Kricker-Schule hatte nach einem Zeitungsbericht (zum Artikel)
über das erste Schulungsprojekt angefragt, ob ein Besuch möglich ist. Auch für 2019 sind schon die ersten Termine vereinbart.

 

Kraftverkehrsmeister Markus Sommerfeld erklärte den Kindern aus der OGS der Gottfried-Kricker-Schule,
warum der Lkw-Fahrer sie in bestimmten Bereichen nicht sehen kann – im sog. „Toten Winkel“. (Bildquelle: Meyer logistics GmbH)

 

 

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